Weihnachtsgedicht: "Der Wechselbaum"

Es war einmal ein Tannenbaum, 
er stand im großen Wald und hatte einen Traum, 
er träumte von einer großen Weihnachtskugel, 
von Kindern und dem Weihnachtstrubel 

und er dachte noch so bei sich, 
Kugeln, Lametta und Lichter, 
ja die schmücken mich, 

Schritte rissen ihn aus diesem Traum, 
ein Mann mit Axt und Säge, 
stand nun vor dem Baum, 

der Mann trat einen Schritt vor, 
dann einen zurück, 
ein schöner Baum, 
ja so ein Glück, 

ratsche ritsche ratsche, so hörte man die Säge 
und die Axt übernahm dann, 
die übrige Pflege, 

getrennt waren Stamm und Wurzelgeflecht, 
es roch nach Harz, etwas herb, 
jedoch nicht schlecht, 

Hände griffen nach dem Stamm und in das sattes Grün, 
um den Baum aus dem Wald zu zieh´n, 
die Stiefel knarrten und der Mann schnaufte schwer, 
denn er schleppte den Baum hinter sich her, 

mit vielen anderen Tannen und Lastwagen Kraft, 
würde der Baum dann, nach Blomberg geschafft, 
ein Preisschild und mit Axt und Säge gefällt, 
so hatte sich der Baum das bestimmt nicht vorgestellt, 

doch hier in Blomberg muss nicht alles schlecht nur sein, 
denn der Baum, blieb hier nicht lang allein, 
er wurd gekauft, mit Preisschild, siehe an 
und an des Stammes Ende war sogar das Harz noch dran, 

das Harz das klebt nun an den Händen, 
vielleicht sollte man doch Schutzhandschuhe verwenden, 
doch der Baum steht jetzt in einen Tannenbaumständer, 
freistehend, ohne Schutzgeländer, 

Mutter und die Kinder schmückten diesen Baum, 
schöner noch wie in des Baumes Traum, 
schaut nur hin, das Auge lacht, 
wie aus einem Tannenbaum ein Weihnachtsbaum wird gemacht, 

ja, diese Familie weiß genau, wie es geht, 
weil dieser Weihnachtbaum jetzt hier bei Howie steht 

(Autor: Uwe Neithardt)