Weihnachtsgedicht: "Hoffnungsschimmer"

Ein kleiner Junge sitzt frierend am Straßenrand 
und hält ein Foto in der Hand. 
Die Tränen kullern ach so sehr 
und sein Herz das ist so schwer. 

Der Weihnachtsmann tritt an ihn heran 
Und fragt ihn, wie er helfen kann. 
„Denn heute ist Heiligabend“ stellt er klar, 
„und ich bin unterwegs mit meiner Renntierschaar.“ 

„Ich habe meine Familie im letzten Jahr verloren, 
ach wäre ich doch nie geboren. 
Ich vermisse sie so sehr 
Ich fühl‘ mich einsam und so leer.“ 

Der Weihnachtsmann spricht mit ruhiger Stimme: 
„Ich kann nicht ändern all das Schlimme, 
doch ich kann in Deine Zukunft sehn. 
Ich verspreche Dir, Dein Leid, es wird vorübergehn.“ 

Der Junge schaut ihn mit ungläubigen Augen an, 
„Ich glaube nicht, dass man mir helfen kann.“ 
Der Weihnachtsmann streicht ihm übers Gesicht, 
und sagt: „Bitte verzweifle nicht“. 

Ich sehe Hoffnung, Liebe, Glück. 
Darum schau nicht nur zurück. 
Gib Deiner Zukunft eine Chance und sei bereit, 
denn alle Wunden heilen mit der Zeit. 

Dem Jungen taten Santas Worte gut 
und er fasste wieder Mut. 
Zum ersten Mal nach so langer Zeit, 
machte sich Wärme in seinem Herzen breit. 

(Autor: Annica Tölke)