Weihnachtsgedicht: "Weihnachten ..."

Wieder einmal ist's soweit, 
es lebe hoch die Weihnachtszeit! 

Draußen ist es bitterkalt 
und durch den finst'ren Winterwald, 
da stapft das Christkind, voller Schweiß, 
recht aufgebracht durch Schnee und Eis. 

Mit jedem Schritt, das es nun tut
da steigert sich noch seine Wut. 
Es schimpft und flucht so vor sich hin: 
"Was denkt der sich denn, wer ich denn bin? 
Ein Fußabtreter? Ein Lakai? 
Im neuen Jahr ist das vorbei! 

Der Weihnachtsmann, der führt sich auf, 
als hätte er's alleine drauf! 
Mit weißem Bart und huckepack, 
da trägt er seinen alten Sack. 

Doch drinnen zwischen den Geschenken, 
ich wag' es gar nicht, dran zu denken, 
steckt dieses Jahr ein Hamster drin, 
das kam ihm wohl so in den Sinn. 
Ansonsten ein paar Tannenzapfen, 
beziehungsweise warme Krapfen, 
und Spielzeug, Süßes, Mandarinen, 
die mir noch ziemlich grün erschienen. 

Das Weihnachtsfest - ich sag's Euch ehrlich, 
das finde ich doch recht entbehrlich. 
Der Job ist mies und schlecht bezahlt, 
womit der Weihnachtsmann noch prahlt. 
Und alle Welt, die liebt NUR IHN - 
ich muss die Konsequenzen zieh'n! 

Im nächsten Jahr, das schwöre ich, 
gibt's Weihnachten nur OHNE MICH! 

(Autor: Petra Dietzel)