"Der unzufriedene Tannenbaum" (ein Gedicht vom Weihnachtsbaum)

Der unzufriedene Tannenbaum

Im Wald hier unter vielen Bäumen 
fängt er plötzlich an zu träumen. 
Ich bin schlau und doch nicht dumm, 
was steh ich hier im Wald herum? 
Im Weihnachtszimmer möcht ich stehn 
drum werd ich auf die Reise gehn. 

Still und leise schleicht er fort 
und kommt an einen andern Ort; 
Draußen gehen die Lichter aus. 
Im trauten Heim bei Kerzenschein, 
mit Weihnachtsliedern, Plätzchenduft 
liegt Weihnachtsstimmung in der Luft!


Ein Kind ruft: "Schau, der mit dem Schimmer, 
der ist doch schön für unser Zimmer". 
Schnell wird er dann ins Haus gebracht 
und toll geschmückt noch über Nacht. 
Groß und festlich steht er hier. 
"So ist`s recht, das wünsch ich mir". 

Das Fest, es geht so schnell vorbei 
und auf einmal, eins, zwei, drei 
wird er vor die Tür gesetzt. 
Er denkt sich, was passiert denn jetzt? 

Er hat gemeint er wär für immer 
in diesem schönen Weihnachtszimmer. 
Doch jetzt wird er ganz schnell entsorgt; 
man hatte ihn nur ausgeborgt. 

(Autor: Erika Morshäuser)

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